Wissenswertes

Herkunft. Rassetyp. Umwelt.


Galloway

Es handelt sich um eine sehr alte und ursprüngliche Fleischrinderrasse aus dem Südwesten Schottlands. Angeblich kannten schon die Römer diese Rasse und schätzten ihr Fleisch. Zwischenzeitlich kamen diese Tiere etwas aus der Mode, da sie sehr langsam wachsen. Schlachtreife erreichen die Tiere erst mit 2,5 bis 3 Jahren. Ein Angus wird schon mit 1 Jahr geschlachtet - nur zum Vergleich. Galloway (auch die belted Galloway) sind eine vergleichsweise klein bleibende Rasse. Es gibt sie in schwarz, rot und weiss.

Belted Galloway

Sehen aus wie die einfarbigen Galloway, haben aber eine weisse Bauchbinde - den "belt". Sie sind nicht nur ein weiterer Farbschlag, sondern gelten als eigene Rasse. Charakterlich sind die beiden Typen vergleichbar. Die Tiere sind robust, genügsam, freundlich gegen den Menschen, leichtkalbend, langlebig und gute Muttertiere. Das ideale Rind sozusagen.


Haltung

Das Galloway braucht die Freiheit. Es will im Freien sein. Dann fühlt es sich wohl, ist gesund, ausgeglichen und bringt seine Kälber alleine zur Welt. Die Wohlfühltemperatur liegt zwischen -10 und +10 Grad. Bis +20 ist auch O.K., aber heisse Sommertage werden bevorzugt mit den Füssen im Bach stehend ertragen. Der Tierarzt wird eigentlich nie gebraucht.

Gefressen werden Gras, Kräuter, Blätter - alles, was auf mageren Standorten zu finden ist. Im Winter Heu. Alles andere macht sie fett und krank.

Naturschutz

Da Galloway sehr genügsam sind, fressen sie so ziemlich alles, was ihnen vors Maul kommt - fast wie eine Ziege. Ausserdem sind sie auch anderen Tieren gegnüber sehr verträglich. So verwundert es nicht, dass diese Rasse zunehmend in Naturschutzgebieten zur schonenden Offenhaltung der Landschaft zum Einsatz kommt.

Die Extensivhaltung macht aber auch aus jeder zuvor intensiv bewirtschafteten reinen Grasproduktionswiese eine Weide mit vielfältiger Pflanzengesellschaft.

So kommt alles zusammen: "glückliche" Tiere, ernährt auf Standorten, die nur extensiv bewirtschaftet werden - dies aber auch müssen, wenn wir unsere Kulturlandschaft erhalten wollen, keine intensiv produzierten Futtermittel aus Übersee und schliesslich ein gesundes und wohlschmeckendes Produkt.